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Außenseiter rekrutiert ihm gleichzeitig auch eine
Anhängerschaft, die bereit ist, ihn bei seinem kruden und weltentrückten Lebensziel zu unterstützen,
nämlich den Wohnsitz Gottes zu finden. Zwar ist die Echtheit seines Handelns nicht in Frage zu stellen,
doch seine Motivation ist falsch. Statt sich der Wirklichkeit zu stellen und in ihr Möglichkeiten zu
suchen, die ihm erlauben, ohne Hass und Bitterkeit ein sinnvolles Leben zu führen, weicht er der
Wirklichkeit aus und sucht sein Heil in metaphysischen Wahnvorstellungen. Damit reiht er sich ein
in jene lange Reihe von Sektengründern, die auf den ersten Blick durchaus sympathische Erscheinungen
mit lauteren Anliegen waren, im Laufe der Zeit aber jeden Bezug zur Realität verloren und denen das
erträumte und oftmals im kleinen Rahmen auch erschaffene Paradies (z.B. in kommunitären Lebensformen)
in eine totalitär geführte Hölle entglitt in der auch der kollektive Exodus zur denk- und durchführbaren
Option werden konnte.
Theologischer Einschub: Ich halte es für alles andere als eine Wahnvorstellung, an Gott zu glauben,
allerdings dürfte ich alle Theologen des Universums auf meiner Seite haben, wenn ich behaupte, dass
Gott im Diesseits keinen Wohnsitz hat, den man als Ort vorfinden könnte. Dies müsste eigentlich auch
Sybok geläufig sein, denn es handelt sich dabei nun mal wirklich um das metaphysische 1 mal 1. Wenn er
also den Wohnsitz Gottes finden möchte, so müsste er folgerichtig eigentlich einen Massenselbstmord
planen, was allerdings einen völlig anderen
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