Film ergeben hätte. Hier ist tatsächlich eine große Schwachstelle des Drehbuchs, das zwar das Problem Sektenbildung thematisieren aber auch eine möglichst spannende Geschichte mit Geiselnahmen und Raumschiffentführungen erzählen möchte und beides nicht immer ganz unter einen Hut bekommt, was dem Film nicht ganz zu Unrecht den Vorwurf einer gewissen Verquastheit eingetragen hat.

Die drei interstellaren Musketiere

Der Gegenentwurf zu Syboks Weltflucht ist das Trio Kirk, McCoy und Spock. Auch sie sind in gewisser Hinsicht Ausgestoßene wie Sybok. Nicht deshalb, weil sie mit philosophischen Normen gebrochen haben, sondern weil sie sich für ein Leben entschieden haben, dass zu dem der meisten ihrer Zeitgenossen völlig unterschiedlich ist. "Menschen wie wir haben keine Familie," sagt Kirk in einer Szene, in der McCoy darüber sinniert, warum die drei auch noch gemeinsam ihren Urlaub verbringen wo sie sich doch das ganze Jahr über schon auf dem Schiff auf die Nerven gingen. In der Tat scheint eine Laufbahn in der Sternenflotte nicht gerade beziehungsfördernd zu sein. Wie die allermeisten ST-Charaktere zeigen, die in der Regel chronisch ledig sind. Sie wie Sybok haben sich für ein Leben am Rande der Gesellschaft entschieden, auch wenn diese Randexistenzen ein unterschiedliches Sozialprestige mit sich bringen - Sternenflottenoffizier hat scheinbar ein Höheres als vulkanischer Dissident. Doch während Sybok sein Heil in der Flucht vor der Welt sucht, beschließen Kirk, Spock und McCoy zur Besserung eben dieser Welt beizutragen. Und zwar indem sie ihre Kräfte vereinen um gemeinsam dafür zu kämpfen, dass dieses Universum für alle Spezies lebenswerter wird. Nicht das Verharren in der Randexistenz ist ihr Weg, sondern das Suchen von Verbündeten um wahrhaft realistische Optionen gemeinsam zu verwirklichen.

"So lange ihr bei mir seid, werde ich nicht sterben, denn ich weiß, ich sterbe