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Der schwere Abschied von Data 
Die entscheidende dramaturgische Wende des Films ist sicherlich Datas Selbstopfer. Was sagt uns diese
allerletzte Handlung des Androiden, der im Lauf der Next Generation-Serie zu einem der zentralsten und
beliebtesten Charaktere des Star Trek-Kosmos geworden ist? Ist diese Art Kamikaze-Aktion nicht abscheulich?
Dient sein Freitod als letztgültiger Beweis seiner Menschlichkeit, als autonomer Willensakt? Bedeutet das,
dass sich jeder loyale Sternenflottenoffizier, zumal als Nummer Eins in spe, für seinen Captain opfern
würde oder sollte? Oder wird Data hier wieder auf seine Existenz als mechanischer Mann, dessen Leben nichts
zählt, zurückgeworfen?
Das dritte Gesetz der Robotik legt genau das nahe: "Ein Roboter muss seine Existenz verteidigen, solange er
dabei nicht in Konflikt mit dem ersten und zweiten Gesetz gerät." In Nemesis scheint das der Fall zu sein,
denn das erste Gesetz lautet: "Ein Roboter darf einem Menschen weder Schaden zufügen noch durch Untätigkeit
zulassen, dass ein Mensch zu Schaden kommt."
Isaac Asimov's drei Gesetze der
Robotik können allerdings kaum Licht in diese Angelegenheit bringen, angesichts der komplexen
Lebensrealität Datas wirken sie allzu überholt und lehrbuchhaft.
Eindeutig beantworten lässt sich die Frage nach Datas Menschlichkeit wohl eh kaum. Jeder Versuch, das zu tun,
wird früher oder später scholastisch oder zirkulär: Data wird wohl immer als Lebensform mit einem
geheimnisvoll

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