allein", sagt Kirk zu
Beginn des Films, als Spock ihm das Leben bei einer wahnwitzigen Freeclimbing-Aktion rettet. Wenn 90
Filmminuten später Spock Kirk noch einmal das Leben rettet und dieser meint, er dachte schon, sein letztes
Stündlein habe geschlagen, antwortet Spock ihm folgerichtig: "Sie konnten nicht sterben, denn Sie waren
niemals allein."
In diesem Satz liegt die Antwort auf die Fragen, die Sybok gestellt hat und für deren alleinige
Zur-Diskussion-Stellung er von Vulkan verbannt wurde, für die es ihm aber nicht gelang, die richtige
Antwort zu finden. Wenn Syboks Frage ist, was gegen die Vereinzelung des Individuums zu tun ist, so ist
die Antwort Spocks die Richtige: "Wir lassen dich nicht allein." Zwar solidarisiert sich auch Sybok mit
Außenseitern, doch geschieht dies auf der Grundlage einer falschen Ideologie, einer Ideologie der
Wirklichkeitsflucht. Der Zusammenhalt des Trios Kirk, Spocks und McCoys hingegen basiert auf dem Willen,
sich der Wirklichkeit zu stellen und diese zu verändern, auch wenn dies ein schmerzhafter Prozeß sein
könnte.
Realität, Katharsis und Utopie 
In der Schlüsselszene des Films bietet Sybok den Dreien eine mentale Reise in ihre Vergangenheit an, um
ihren Schmerz zu erforschen. McCoy muss sich mit der Tatsache auseinandersetzten, dass die von ihm geleistete
Sterbehilfe für seinen schwerkranken Vater ein Fehler war. Denn nur wenige Wochen später ein Medikament
zur Verfügung gestanden hätte (das in dieser Szene ein derart brisantes ethisches Thema doch sehr kurz und
wenig tiefschürfend abgehandelt wird, irritiert ein wenig). Spock sieht sich mit seinem Außenseiterdasein
als Halbvulkanier während seiner Jugend auf Vulkan konfrontiert. Dennoch schließen weder er noch McCoy
sich Syboks Bewegung an. "Ich bin nicht mehr der Außenseiter, der ich früher war", entgegnet Spock seinem
Bruder und meint damit seine Freundschaft zu Kirk und McCoy. Die Tatsache, dass er die
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