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Vereinzelung
überwunden hat macht ihn immun gegenüber metaphysischen Verführungen.
Kirks Reaktion auf Syboks Angebot, seinen Schmerz mit ihm zu teilen und ihn dadurch zu überwinden,
fällt noch einmal anders aus. Er lehnt das Angebot schlichtweg ab und beharrt darauf, seinen Schmerz
zu ertragen, denn durch ihn weiß er, wer er ist. Kirk hat Ängste, Enttäuschungen und Versagen als Teil
der menschlichen Existenz akzeptiert. Nur dadurch, dass er erfahren hat, was falsch ist kann er auch
erkennen, was richtig ist. Er akzeptiert das Falsche als notwendig auf dem Weg hin zum Richtigen.
Oder, theologisch ausgedrückt, in einer gefallenen Welt bejaht er die Notwendigkeit der Katharsis
um das Paradies erkennen und errichten zu können. Man kann es natürlich auch umgangssprachlich-säkular
ausdrücken, was dann in etwa so klingen dürfte: "In dieser Welt ist ziemlich vieles einfach nur scheiße,
sei es, weil die marxistische Analyse zutrifft oder aus sonst welchen Gründen. Aber das muss nicht so
bleiben und dadurch, dass ich im Schmerz erfahren habe, was falsch ist, im Erleben von Freundschaft,
Liebe und Solidarität aber auch das, was richtig ist, bin ich nun in der Lage, das Bessere zu erkennen
und gemeinsam mit Anderen mein Schicksal selber in die Hand zu nehmen und darauf hin zu arbeiten, dass
dieses Bessere Wirklichkeit wird."
Dies ist überhaupt keine Absage an Religion (die in einem demokratischen
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